Selbstgemachter burmesischer Tofu aus Kichererbsenmehl© Midjourney: Dieses Bild wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

Selbstgemachter burmesischer Tofu aus Kichererbsenmehl

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Simon Rosenfeld

Simon Rosenfeld

Redaktionsteam bei Kitchen Stories

Tofu ganz ohne Soja selber machen klingt vielleicht kompliziert, ist aber erstaunlich einfach. Im Hochland von Myanmar bereitet das Volk der Shan schon seit Jahrhunderten eine ganz eigene Variante zu, die unter dem Namen Tohu bekannt ist. Weil Sojabohnen in dieser Bergregion früher kaum verfügbar waren, griffen die Menschen auf Kichererbsenmehl zurück. Für die Zubereitung des burmesischern Tofu, rührst du das feine Mehl einfach mit Wasser, etwas Kurkuma für eine leuchtend gelbe Farbe und einer Prise Salz an. Du kochst diese Flüssigkeit auf dem Herd unter Rühren auf. Durch die Hitze quellen die Stärkemoleküle im Mehl auf und binden das Wasser. Sobald die Masse andickt und an einen festen Pudding erinnert, streichst du sie in eine Form. Beim Abkühlen erstarrt das Ganze zu einem festen Block, den du wunderbar in Scheiben schneiden kannst. Diese clevere Technik kommt völlig ohne Gerinnungsmittel aus und liefert eine nussige Alternative zum klassischen Sojaprodukt.

Burmesischer Tofu mit würzigem Dressing und knusprigen Erdnüssen

Bevor du die Pfanne erhitzt, ist vor allem Geduld gefragt. Die frisch gekochte Kichererbsenmasse muss für mindestens eine volle Stunde in den Kühlschrank wandern. Diese Ruhezeit ist entscheidend, damit sich die Struktur festigen kann. Nur ein komplett durchgekühlter Block behält beim Schneiden in Würfel oder dicke Rechtecke seine Form und zerfällt nicht. Sobald die Stücke fest sind, brätst du sie in heißem Öl von allen Seiten an, bis sie eine goldbraune Kruste entwickeln. Die Hitze verändert die Textur dabei enorm. Während die Außenseite richtig schön knusprig wird und einen tollen Biss bekommt, schmilzt das Innere leicht und wird wunderbar cremig. Genau dieser Kontrast macht das fertige Gericht so besonders.

Eine milde Basis verlangt nach einem kräftigen Gegenspieler. Die passende Soße liefert genau das und verbindet alle Komponenten auf dem Teller. Du rührst Sojasauce mit Reisessig und etwas Sesamöl an. Ein wenig Zucker balanciert die Säure aus, während dunkle Misopaste eine tiefe und herzhafte Note mitbringt. Fein gehackte Chili sorgt für eine angenehme Schärfe und frisch gepresster Knoblauch rundet das Aroma ab. Diese Mischung ist intensiv und umhüllt die nussigen Kichererbsenwürfel perfekt. Lass die Soße am besten ein paar Minuten stehen. So können Knoblauch und Chili ihre ätherischen Öle an die Flüssigkeit abgeben und der Geschmack wird noch runder.

Beim Anrichten darfst du bei den Toppings großzügig sein. Verteil die warmen und frisch gebratenen Würfel auf einem großen Teller oder in einer flachen Schale. Gib die intensive Soße direkt darüber. Jetzt schichtest du frische und knackige Elemente auf das Gericht. In feine Ringe geschnittene rote Zwiebeln und hellgrüne Frühlingszwiebeln bringen eine leichte Schärfe und viel Frische mit. Zupf ein paar Blätter Koriander ab und verteil sie großzügig über den Tellern. Zum Schluss hackst du eine Handvoll geröstete Erdnüsse grob und streust sie über die Zutaten. Jeder Bissen liefert dir nun den Crunch der Nüsse, die warme Cremigkeit der Kichererbsenwürfel und die würzige Säure der Soße. Es ist eine hervorragend abgestimmte Kombination aus verschiedenen Temperaturen und kräftigen Aromen.

Aufwand
Einfach 👌
Zubereitung
75 Min.
Backzeit
20 Min.
Ruhezeit
0 Min.

Zutaten

2Portionen
100 g
Kichererbsenmehl
300 ml
Wasser
½ TL
Kurkuma
½ TL
Salz
1 EL
neutrales Pflanzenöl
1
Frühlingszwiebeln
½
rote Chilischote
1
Knoblauchzehen
½ EL
Reisessig
½ TL
Zucker
½ Handvoll
frischer Koriander
1 EL
geröstete Erdnüsse (grob gehackt)
Salz und Pfeffer
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  • Schritte 1/10

    • 100 g Kichererbsenmehl
    • 300 ml Wasser
    • ½ TL Kurkuma
    • ½ TL Salz

    Verquirle das Kichererbsenmehl mit 200 ml kaltem Wasser glatt, sodass keine Klumpen entstehen. Rühre dann die restlichen 400 ml Wasser, Kurkuma und Salz unter.

  • Schritte 2/10

    • 1 EL neutrales Pflanzenöl

    Erhitze das Pflanzenöl in einem Topf bei mittlerer Hitze und gieße die Kichererbsenmasse hinein. Rühre die Masse mit einem Stabmixer kurz auf, falls sich Klümpchen gebildet haben, und rühre sie dann unter ständigem Rühren etwa 10–12 Minuten, bis sie eindickt und sich vom Topfboden löst.

  • Schritte 3/10

    Fülle die fertige Masse in eine leicht geölte rechteckige Form oder flache Schüssel, glätte die Oberfläche und lass den Tofu bei Raumtemperatur abkühlen. Stelle ihn anschließend mindestens 1 Stunde in den Kühlschrank, bis er fest ist.

  • Schritte 4/10

    • ½ rote Zwiebel
    • 1 Frühlingszwiebeln
    • ½ rote Chilischote

    Schneide die rote Zwiebel in feine Ringe und die Frühlingszwiebeln in dünne Röllchen. Entferne die Kerne der Chilischote und hacke sie fein.

  • Schritte 5/10

    • 1 Knoblauchzehen

    Presse die Knoblauchzehen durch eine Presse oder hacke sie sehr fein.

  • Schritte 6/10

    • 1 EL Sojasauce
    • ½ EL Reisessig
    • ½ TL Sesamöl
    • ½ TL Zucker
    • ½ EL Miso-Paste

    Verrühre in einer Schüssel Sojasauce, Reisessig, Sesamöl, Zucker und Miso-Paste zu einem Dressing.

  • Schritte 7/10

    Gib den Knoblauch, die Chilischote und die roten Zwiebelringe zum Dressing und lass alles kurz ziehen.

  • Schritte 8/10

    Stürze den fest gewordenen Burmesischen Tofu und schneide ihn in gleichmäßige Würfel oder Rechtecke.

  • Schritte 9/10

    • 1 EL neutrales Pflanzenöl

    Erhitze etwas Öl in einer Pfanne bei mittlerer bis hoher Hitze und brate die Tofustücke von allen Seiten goldbraun an.

  • Schritte 10/10

    • 1 Frühlingszwiebeln
    • ½ Handvoll frischer Koriander
    • 1 EL geröstete Erdnüsse

    Arrangiere den gebratenen Tofu auf einem Teller, träufle das Dressing darüber und verteile die Frühlingszwiebeln, den frischen Koriander und die gehackten Erdnüsse darüber. Schmecke alles mit Salz und Pfeffer ab und serviere den burmesischen Tofu.

  • Guten Appetit!

    Selbstgemachter burmesischer Tofu aus Kichererbsenmehl
    © Midjourney: Dieses Bild wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

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