Südstaaten-Karamellkuchen: Ein amerikanischer Backtraum© Midjourney: Dieses Bild wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

Südstaaten-Karamellkuchen: Ein amerikanischer Backtraum

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Julia Erin Dunn

Julia Erin Dunn

Redaktionsteam bei Kitchen Stories

Wer nach einem dezenten Gebäck sucht, ist hier definitiv an der falschen Adresse: Ein klassischer amerikanischer Karamellkuchen zieht alle Blicke auf sich und hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Die Basis bildet ein herrlich saftiger Buttermilchkuchen, der für sich genommen fast schon schlicht wirkt. Doch genau diese Zurückhaltung ist gewollt. So bereitet der Teig die ideale Bühne für den eigentlichen Star des Rezepts. Eine reiche und goldbraune Karamellglasur hüllt die Böden großzügig ein und sorgt für ein intensives Geschmackserlebnis.

Amerikanischer Karamellkuchen: einfach einzigartig

Kulinarische Erinnerungen sind oft eng mit bestimmten Orten und Momenten verknüpft. Viele meiner ersten kulinarischen Momente sind bis heute in meiner Kindheit an der Ostküste der USA verankert. Immer wenn ich meine Familie in Baltimore besuche, die warme Sommersonne strahlt und eine salzige Brise vom Meer herüberweht, erwacht die Sehnsucht nach den Aromen der regionalen Küche. Die Liste der Klassiker ist lang und reicht von sonnengereiften Pfirsichen über süßen Zuckermais und frische Krabben bis hin zu dicken Scheiben Maisbrot und saftiger Wassermelone. Doch ein ganz besonderes Gebäck überstrahlt sie alle: der amerikanische Karamellkuchen.

Der traditionelle Karamellkuchen gehört zu den festen Ritualen unzähliger Familienessen am Sonntag. Er ist mehr als nur ein Dessert. Er ist ein Stück gebackene Geborgenheit, das bei uns oft als absoluter Wunschkuchen zu Geburtstagen auf den Tisch kommt.

Klar, weltweit gibt es unzählige Desserts, die auf den tiefen und röstigen Geschmack von geschmolzenem Zucker setzen. Von einem cremigen Flan in Spanien bis hin zu reichhaltigen Käsekuchen-Variationen ist die Zutat international beliebt. Die amerikanische Variante hat ihre Wurzeln tief in den Südstaaten der USA und versprüht einen ganz eigenen Charme. Typischerweise besteht das Meisterwerk aus zwei oder sogar drei Schichten eines eher unauffälligen Buttermilch-Rührteigs. Die Buttermilch bringt eine feine Säure mit, die später einen wunderbaren Kontrast zur extremen Süße des Überzugs bildet. Sobald die Böden gebacken sind, werden sie vollständig von einer dicken und glänzenden Karamellschicht umschlossen. Schon während die Glasur auf dem Herd köchelt, zieht ein Duft durch die Küche, der die Vorfreude enorm steigen lässt.

Die Kunst des Karamellisierens hat in der Südstaatenküche eine lange und bedeutungsvolle Geschichte. Früher griff man für besonders süße Glasuren und Kuchenteige bevorzugt auf braunen Zucker zurück, der von Natur aus eine leichte Melasse-Note mitbringt. Köchinnen und Köche, insbesondere aus der black Community, perfektionierten jedoch eine andere Technik. Sie nutzten den deutlich günstigeren und leichter verfügbaren weißen Haushaltszucker und verwandelten ihn durch langsames Erhitzen in eine Zutat mit enormer geschmacklicher Tiefe. Dieser Prozess verlangt auch heute noch einiges an Aufmerksamkeit. Man verbringt viel Zeit am Herd, muss die Temperatur genau im Blick behalten und darf vor allem nicht die Geduld verlieren.

Damit dir der Kuchen auf Anhieb gelingt, solltest du ein paar einfache Grundregeln beachten. Die Zutaten für den Teig sollten unbedingt Zimmertemperatur haben, bevor du sie vermengst. So verbinden sich Butter, Eier und Buttermilch zu einer homogenen Masse, die beim Backen schön luftig aufgeht. Lass die Böden nach dem Backen vollständig auskühlen, bevor die Glasur ins Spiel kommt. Trägst du das heiße Karamell auf einen noch warmen Kuchen auf, läuft es unkontrolliert herunter und der Teig weicht auf. Das Frosting selbst zieht beim Abkühlen relativ zügig an. Daher ist ein schnelles Arbeiten beim Einstreichen gefragt. Einmal fest geworden, schließt die Karamellschicht die Feuchtigkeit im Kuchen ein. So bleibt er auch am nächsten Tag noch wunderbar saftig. Bis heute ist es eine echte Geste der Zuneigung, diesen amerikanischen Karamellkuchen für ein gemeinsames Essen oder eine Feier zuzubereiten.

Noch Lust auf ein Stück? Gönn dir als Nächstes unseren als Nächstes unseren Limetten-Olivenöl-Kuchen, unseren Strawberry-Delight-No-Bake-Kuchen oder unseren Kirsch-Maismehl-Kuchen.

Aufwand
Einfach 👌
Zubereitung
125 Min.
Backzeit
35 Min.
Ruhezeit
0 Min.

Zutaten

2Stück
Für den Kuchenteig:
53⅓ g
Weizenmehl Type 405
TL
Backpulver
TL
Natron
TL
feines Meersalz
19⅛ g
weiche Butter
30 g
Zucker
20 g
hellbrauner Zucker
20 ml
neutrales Pflanzenöl
Eier (zimmerwarm)
Für das traditionelle Karamell-Frosting:
40 ml
Vollmilch (zimmerwarm)
85⅞ g
Zucker
EL
Weizenmehl Type 405
Prise
feines Meersalz
28⅓ g
Butter
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  • Schritte 1/14

    Heize den Backofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze oder 160 °C Umluft vor. Fette zwei runde Backformen mit 20 cm Durchmesser ein und lege die Böden mit Backpapier aus.

  • Schritte 2/14

    • 53⅓ g Weizenmehl Type 405
    • TL Backpulver
    • TL Natron
    • TL feines Meersalz

    Vermische Mehl, Backpulver, Natron und Salz in einer mittelgroßen Schüssel.

  • Schritte 3/14

    • 19⅛ g weiche Butter
    • 30 g Zucker
    • 20 g hellbrauner Zucker

    Schlage die weiche Butter, den weißen Zucker und den hellbraunen Zucker in einer großen Schüssel etwa 3 Minuten lang hell und cremig.

  • Schritte 4/14

    • 20 ml neutrales Pflanzenöl
    • Eier
    • EL Vanilleextrakt

    Gieße das Pflanzenöl langsam dazu und rühre weiter, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Gib die Eier einzeln hinzu. Verrühre jedes Ei gründlich, bevor du das nächste dazugibst. Rühre anschließend den Vanilleextrakt unter.

  • Schritte 5/14

    • 50 ml Buttermilch

    Gib etwa ein Drittel der Mehlmischung zum Teig und rühre sie auf niedriger Stufe kurz unter. Füge die Hälfte der Buttermilch hinzu. Wiederhole den Vorgang und beende ihn mit dem restlichen Mehl. Rühre nur so lange, bis keine trockenen Mehlstellen mehr zu sehen sind. Verteile den Teig möglichst gleichmäßig auf die beiden vorbereiteten Formen. Streiche die Oberfläche glatt.

  • Schritte 6/14

    Backe die Kuchen auf der mittleren Schiene 30–35 Minuten. Prüfe sie ab der 28. Minute mit einem Holzstäbchen. Wenn nur noch einige feuchte Krümel daran haften, sind sie fertig. Lass die Kuchen 15 Minuten in den Formen abkühlen. Löse sie anschließend vorsichtig aus den Formen und lass sie auf einem Kuchengitter vollständig auskühlen.

  • Schritte 7/14

    • 40 ml Vollmilch

    Für das Karamell-Frosting: Erwärme die Vollmilch in einem kleinen Topf, bis sie warm ist und leicht dampft. Lass sie nicht kochen.

  • Schritte 8/14

    • 85⅞ g Zucker
    • EL Weizenmehl Type 405
    • Prise feines Meersalz
    • 28⅓ g Butter

    Vermische in einem großen, schweren Topf 450 g Zucker, das Mehl und das Salz. Gib die warme Milch nach und nach hinzu und rühre dabei mit einem Schneebesen, damit keine Klümpchen entstehen. Füge die Butter hinzu. Erwärme die Mischung bei mittlerer Hitze und rühre regelmäßig, bis die Butter geschmolzen und der Zucker weitgehend aufgelöst ist. Halte die Mischung anschließend bei niedriger Temperatur warm.

  • Schritte 9/14

    Gib die übrigen 65 g Zucker in einen zweiten, sauberen Topf mit schwerem Boden. Erhitze den Zucker bei mittlerer Hitze, ohne zunächst darin zu rühren. Schwenke den Topf vorsichtig, sobald der Zucker an den Rändern zu schmelzen beginnt. Erhitze ihn weiter, bis er vollständig geschmolzen ist und eine kräftige goldbraune Farbe angenommen hat. Lass ihn nicht zu dunkel werden.

  • Schritte 10/14

    Nimm den Karamelltopf vom Herd. Gieße das flüssige Karamell sehr vorsichtig in einem dünnen Strahl in die warme Milchmischung. Rühre dabei kontinuierlich. Vorsicht: Die Mischung kann stark aufschäumen und heißen Dampf entwickeln. Verwende einen ausreichend großen Topf und halte Gesichte und Hände vom aufsteigenden Dampf fern.

  • Schritte 11/14

    Koche die Mischung bei mittlerer bis niedriger Hitze unter regelmäßigem Rühren weiter, bis sie 115 °C erreicht. Das dauert ungefähr 10 Minuten. Achte besonders darauf, dass am Topfboden nichts anbrennt.

  • Schritte 12/14

    • TL Vanilleextrakt

    Nimm das Frosting vom Herd und rühre den Vanilleextrakt ein. Lass das Frosting etwa 10 Minuten abkühlen. Rühre oder schlage es anschließend mit einem Holzlöffel oder Handrührgerät, bis es dick, cremig und streichfähig wird. Verarbeite es sofort, sobald es seine Form hält, denn es wird beim Abkühlen schnell fester.

  • Schritte 13/14

    Begradige die vollständig ausgekühlten Kuchenböden bei Bedarf mit einem scharfen Messer. Lege den ersten Boden auf eine Kuchenplatte. Verteile eine nicht zu dicke Schicht Karamell-Frosting darauf.

  • Schritte 14/14

    Setze den zweiten Kuchenboden darauf und drücke ihn vorsichtig an. Bestreiche zuerst die Seiten und anschließend die Oberseite mit dem restlichen Frosting. Arbeite dabei zügig. Lass den fertigen Kuchen vor dem Anschneiden mindestens 30 Minuten ruhen, damit das Frosting fest werden kann. Guten Appetit!

  • Guten Appetit!

    Südstaaten-Karamellkuchen: Ein amerikanischer Backtraum
    © Midjourney: Dieses Bild wurde mit Hilfe einer KI erstellt.

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